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26.12.2007
26.12.2007
Dojo-Ordnung
- Die Dojo-Ordnung gilt für alle Anwesenden im Dojo.
- Die Ansprache in dieser Dojo-Ordnung erfolgt aus Formulierungsgründen ausschließlich in der männlichen Form, sie gilt aber männlichen wie auch weiblichen Personen.
- Kleinkinder sind davon ausgenommen. Deren Aktivitäten sollten jedoch die Übenden nicht belästigen und gegebenenfalls durch eine Aufsichtsperson überwacht und eingeschränkt werden.
- Pünktlichkeit
- Ankunft am Dojo etwa 5 Minuten vor Beginn der Übungs- bzw. Trainingszeit.
- Anwesenheit im Dojo spätestens zum gemeinsamen Mattenaufbauen.
- Wer nach Beginn der gemeinsamen Meditation kommt, kann nicht mehr daran teilnehmen. Das Angrüßen/Meditieren zum Training erfolgt dann allein und nach dem Ende der gemeinsamen Meditation.
- Verbeugung am Dojo-Eingang
- Eine Verbeugung (in Richtung des Shomen) erfolgt beim Betreten und Verlassen des Dojos.
- Sauberkeit und Ordnung
- In der Halle dürfen keine Straßenschuhe benutzt werden.
- Die Matte darf nur barfuß und mit sauberen Füßen betreten werden, außerhalb der Matte ist es empfehlenswert, Latschen (wenn vergessen: Socken) anzuziehen.
- Während des Trainings sind die Latschen u.ä. paarweise mit dem Fersenteil an den Mattenrand zu stellen.
- Taschen und andere Sachen sollten ordentlich und nicht auf der Wandseite der Halle gelagert werden, auf der sich das Shomen befindet.
- Gemeinsames Mattenauf- und -abbauen
- Das Mattenaufbauen sollte spätestens mit dem offiziellen Beginn der Trainingszeit begonnen haben.
- Alle Teilnehmer beteiligen sich möglichst zügig und intensiv am Mattenauf- und -abbauen.
- Aufmerksames und respektvolles Üben und Praktizieren
- Eine Verbeugung erfolgt beim Betreten und Verlassen der Matte.
- Weitere Verbeugungen erfolgen zum Beginn und Ende des Trainings jeweils vor dem Shomen, dem Lehrer und gegebenfalls vor der Waffe (Bokken, Jo, Tanto, Iaito).
- Wer später zum Training kommt, setzt sich selbstständig im Seiza (Kniesitz) an den Mattenrand und grüßt an (Meditation und Verbeugung), eine kurze selbstständige Gymnastik ist empfehlenswert. Nach kurzer Begrüßung des Lehrers kann am Training teilgenommen werden.
- Prinzipiell übt jeder mit jedem, unabhängig von Geschlecht, körperlicher Konstitution, Charakter oder sonstigen Merkmalen einer Person. Es darf kein Teilnehmer des Trainings gemieden werden.
- Während des Trainings verbeugt man sich vor und nach einer Übungssequenz vor dem Übungspartner. Dies gilt gleichzeitig als Versprechen, ihm keinen Schaden zufügen zu wollen.
- Geübt wird in der Regel viermal pro Partner (linke und rechte Seite je zweimal), dann wird gewechselt. Nach dem Signal zur Beendigung einer Übungssequenz durch den Lehrer wird die aktuelle Übung abgebrochen und sich rasch in hingesetzt.
- Den Erklärungen des Lehrers ist möglichst aufmerksam zu folgen. Bei Unklarheiten bitte nachfragen.
- Beim Sitzen nicht mit den Händen oder Armen abstützen oder die Beine in Richtung des Lehrers ausstrecken. Praktiziert werden sollte aufrechtes Sitzen im Kniesitz (jap. Seiza), Schneidersitz oder in entsprechenden Übergangsformen.
- Nach dem Ende von Unterweisungen durch den Lehrer erfolgt eine Verbeugung, der nachfolgende Beginn des Übens sollte zügig erfolgen.
- Beim Üben nur das Wesentliche besprechen
- Beim Training wird möglichst wenig gesprochen. Der Inhalt des Gesprochenen sollte sich in erster Linie mit praktischen Aspekten des Aikido und dem gerade aktuellen Thema beschäftigen.
- Bevor Korrekturvorschläge erfolgen, soll dem Übungspartner genug Zeit gelassen worden sein, sich auszuprobieren und zu üben.
- Mit dem Übungspartner soll nicht übermäßig über eine Technik diskutiert werden.
- Korrekturvorschläge nicht nur verbal sondern in erster Linie körperlich vermitteln.
- Möglichst nicht mehr als 2 bis 3 Korrekturen pro Übungssequenz und Partner äußern.
- Aufzwingen von Korrekturvorschlägen und Ideen möglichst vermeiden.
- Bei Unklarheiten den Lehrer befragen.
- Auf maximale Sicherheit achten
- Wer zum Training kommt, sollte geistig aufnahmebereit und körperlich belastungsfähig sein.
- Finger- und Fußnägel sind kurz zu halten, lange Haare zusammenzubinden, offene Wunden abzudecken.
- Arme und Beine sollten zur Vermeidung von Brand- und Schürfwunden bedeckt sein.
- Uhren, Schmuck u.ä. sind beim Training nicht erlaubt und sollten auch bei der Meditation abgelegt werden.
- Wer im Ukemi (Fallschule) unsicher ist, teilt dies seinem Übungspartner mit.
- Wer kein sicheres Ukemi beherrscht, sollte keinen Hakama tragen.
- Die Entscheidung, einen Hakama zu tragen, trifft jeder selbst, Rückfragen beim Lehrer sind aus Sicherheitsgründen empfehlenswert.
- Übungstechniken sollten mit Rücksicht, Achtsamkeit und angepaßt an das eigene Können und das des Übungspartners erfolgen.
- Rangeleien mit starker Kraftanwendung und sehr schmerzhafte oder gesundheitsgefährdende Techniken mit „Realitätsnähe“ sind zu vermeiden.
- Verletzungen oder gesundheitliche Beeinträchtigungen sind dem Lehrer unverzüglich zu melden.
- Pause, vorzeitiges Ende u.ä. dem Lehrer mitteilen
- Die Matte wird prinzipiell während des Trainings nicht verlassen. Jegliches Verlassen der Matte (Toilette, Trinken u.a.) bitte dem Lehrer mitteilen.
- Wer eine Pause machen möchte, setzt sich im Seiza o.ä. an den Mattenrand. Ist bei sehr starker Erschöpfung eventuell ein längeres Ausruhen auf der Bank oder Hinlegen nötig, bitte dies mit dem Lehrer besprechen.
- Das Einnehmen von Getränken hat nur außerhalb der Matte und während des Trainings auch außerhalb der Sichtweite der Übenden zu erfolgen.
- Wenn nicht generell für alle eine Trinkpause eingelegt wird, sollte nicht mehr als eine Person die Matte zum Trinken verlassen. Essen während des Trainings ist nicht erlaubt.
- Die Halle sollte nicht verlassen werden, ohne dem Lehrer oder in dringenden Fällen einer anderen Person Bescheid zu geben.
- Ruhe bei der Meditation
- Während des Angrüßens und der Meditation sollte im Dojo absolute Ruhe und körperliche Bewegungslosigkeit vorherrschen.
- Auch in den Umkleideräumen und den Fluren außerhalb der Halle sollte während der Meditation jeder überflüssige Geräuschpegel vermieden werden.
- Sorgsamer Umgang mit Waffen
- Der Umgang mit Waffen (Bokken, Jo, Tanto, Iaito) sollte besonders sorgfältig und aufmerksam praktiziert werden.
- Waffen sind vor und nach der Benutzung an- und abzugrüßen.
- Die Benutzung scharfer Waffen ist prinzipiell nicht erwünscht und nur in Ausnahmefällen mit einer Genehmigung durch den Lehrer möglich.
- Ruhiges und höfliches Verhalten als Gast und gegenüber Gästen
- Gäste sollten sich prinzipiell an die gleichen Regeln halten.
- Bei Nichteinhalten bestimmter Etikette ist ein Gast höflich darauf hinzuweisen.
- Wesentliche Dinge sollten als Gast beachtet werden:
- Verbeugung bei Eintritt und Verlassen des Dojos.
- Absolute Ruhe während der Meditation und der Anweisungen des Lehrers.
- Die Halle und die Matte nicht mit Straßenschuhen betreten
- Hingabe und Aufrichtigkeit
- Wer eine Kampfkunst und den Weg des Budo übt, sollte sich vor sich selbst zur regelmäßigen Teilnahme am Training (mindestens einmal pro Woche) verpflichten.
- Wer zum Training kommt, sollte sich bemühen, mit Offenheit und Leistungsbereitschaft zu üben.
- Probleme und Sorgen des Alltags sollten während des Trainings nicht die Stimmung und die Übungsatmosphäre beherrschen.
- Während des Aufenthaltes im Dojo und beim Training sollte man sich im rechten Reden schulen: Untertreibungen, Übertreibungen und Lügen sind zu unterlassen.
- Während des Aufenthaltes im Dojo und beim Training sollte man sich im rechten Handeln schulen: z.B. in Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Geduld und Toleranz.
„Sei nie arglistig in deinen Gedanken. Sei eifrig in der Übung des Weges. Erkenne auch das, was unsichtbar bleibt.“
(Miyamato Musashi, jap. Schwertkämpfer aus dem 17.Jh.)