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Iaido – seine Bedeutung

Bedeutung des Iaido
Iaido als eine Bewegungskunst birgt oft unvermutete Potentiale in sich. Das Schwert und seine Bewegung im Raum fungieren im Prinzip als Lehrer für Körper und Geist. Auch wenn man “nur” in die Luft schneidet, so gibt es doch deutliche Unteschiede zwischen jedem Schnitt.

Wenn der Geist wackelt,
wackelt auch der Körper,
wackelt auch das Schwert.

Ist das Schwert ruhig,
ist auch der Geist ruhig.

Schwert und Form
Das Iaito (Übungsschwert) und die Iaido-Form sind lediglich ein Gefäß, in das unser Geist hineinfließt, ist das Gefäß undicht oder schlecht geformt, können wir uns nicht ausreichend sammeln und konzentrieren. Genauso ist es andersherum: Schlagen allzu große Wogen unseres Geistes, viel Aufregung, Ärger gegen die zarten Wandungen des Gefäßes, wird es bersten.

Ursprung und Gegenwart
Eine übliche Schwierigkeit am Anfang stellt die Vorstellung des blutigen Hintergrundes der Übungsformen dar. Das ist völlig verständlich und geht Vielen so. Dies kann man aber auch als Chance nutzen, um sich mit der im damaligen Japan ständigen anwesenden, heute eher aus dem Bewußtsein verdrängten Präsenz des Todes und der Vergänglichkeit des Daseins zu beschäftigen. Daher rührt auch die Nähe und Hinwendung der Samurai-Krieger zum Zen-Buddhismus und zur Meditation.

Iaido und Aikido
Auch für das Aikido ist das Iaido als gute Vorübung geeignet. Beim Aikido mit dem sich eigenständig bewegenden Übungspartner ist es doch um einiges schwerer, den Geist zu konzentrieren und einen Zustand geistiger Versenkung zu ereichen, während beim Iaido lediglich das von einem selbst geführte Schwert der Partner ist und die geistige Zerstreuung “nur” aus dem eigenen Selbst stammt.

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