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Iaido – die Ursprünge

Iaido, auch als “die Kunst des Schwertziehens” bezeichnet, hat als traditionelle japanische Schwertkunst seine Wurzeln auf den Schlachtfeldern des frühen japanischen Mittelalters. Im 6.Jahrhundert n. Chr. benutzte man Schwerter mit gerader Klinge für den Nahkampf. Die Lanze (Naginata) und Pfeil und Bogen waren allerdings für das Schlachtfeld besser geeignet. Systematische Fechtkunst gab es damals noch nicht, auf dem Schlachtfeld ging es darum, den Gegner zu besiegen und die eigene Haut zu retten.

Später wurden dann fast ausschließlich die typischen leicht gebogenen Schwerter hergestellt und es entwickelten sich die ersten Fechtschulen. Nach dem Ende der Bürgerkriegsperiode im 14.Jahrhundert spielt der Schwertkampf auf dem Schlachtfeld kaum noch eine Rolle. Mit Intrigen und Kleinkriegen konkurierten verschiedenen Clans um die Vorherrschaft in Japan. Der offene Zweikampf und Überfälle aus dem Hinterhalt dominierten die bewaffneten Auseinandersetzungen.

In dieser Zeit entwickelte sich das Iai-Jutsu, sowohl offensiv, um jemanden umzubringen, als auch defensiv, um sich gegen eine solchen Angriff zur Wehr zu setzen. In der weiteren Entwicklung spielten mit der friedlichen Togukawa-Periode bewaffnete Konflikte in Japan kaum noch eine Rolle und das Iai-Jutsu entwickelte sich von der reinen Technik zu einem Übungsweg für Körper und Geist: Iai-Do.

Der meditative Charakter des Iaido wurde durch den Einfluß des Zen-Buddhismus geprägt und spielt eine wichtige Rolle beim Üben. Gegen Ende des 19.Jahrhunderts kam die weitere Entwicklung und Ausübung des Iaido mit dem Verbot des öffentlichen Tragens von Schwertern fast vollständig zum Erliegen.

In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden mehrere historische Schulen unter dem Namen Muso Shinden Ryu zusammengefasst.

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